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Bruckner - d-Moll / Te Deum
Home arrow News arrow 11.07.2009 - Projekte: Klassik Open Air 2009

11.07.2009
Wieder einmal ein erfolgreiches "Klassik am See" für Musik & Theater Saar GmbH
Zum 13. Mal fand dieses Jahr das renommierte Losheimer "Klassik am See" am Staussee in Losheim statt. Mit der Deutschen Radio Philharmonie Saarbrücken Kaiserslautern unter der Leitung des Aachener Generalmusikdirektors Marcus R. Bosch stand das Konzert unter dem Motto:”Wiener G`schichten” Die schönsten Arien, Duette und Ensembles von Mozart, Strauß, Celler und Hummel wurden den rund 4000 begeisterten Besuchern unter wunderbarer Athmosphäre geboten...


Filmbericht mit freundlicher Genehmigung
Saarländischer Rundfunk

Bericht aus: Saarbrücker Zeitung, Ausgabe 159, vom 13.07.2009

Von Losheim an die Donau
Sekt, Wunderkerzen und viel Wiener Musik beim Festival „Klassik am See“ in Losheim

Von SZ-Mitarbeiter Helmut Fackler

Losheim am See. Der Wettergott hatte auch dieses Jahr ein Einsehen. „Klassik am See“ konnte am Samstag trocken, doch bei kühler Temperatur über die Bühne gehen. Kein Leichtes für die Musiker der Deutschen Radio Philharmonie, denn die Betriebstemperatur“ eines Sinfonieorchesters liegt normalerweise um Einiges höher. Mit launigen Moderationen und kompetentem Dirigat führte Marcus R. Bosch, einst Kapellmeister am Saarländischen Staatstheater (SST) und heute erfolgreicher Chef in Aachen, durch das Programm.
Die Klassik war auf den ersten Programmteil beschränkt. Sie war der Rose gewidmet: Die „Rosenkavalier-Suite“ von Richard Strauss, Mozarts „Rosenarie“ aus dem „Figaro“, von Anna Virovlansky mit herrlich klarem Sopran gesungen.
Virtuoses auf der Violine
Chormitglieder des SST intonierten stimmungsvoll einen Chor aus Rosamunde“ (Franz Schubert) und unterstützen die Solisten wirkungsvoll auch bei anderen Programmpunkten. Die junge Poppen-Schülerin Anush Nikoghosyan zeigte Virtuoses auf der Violine von Sarasate (Carmen-Fantasie) und Paganini (La Campanella). Sie muss sich noch entwickeln und an Temperament gewinnen.
Nach der Pause leitete der Chor mit „Gloria“ aus dem Musical „Ludwig II.“ (Franz Hummel) vom Schweren über zu leichten „Wiener G’schichten“. Rudolf Schasching, Tenor und Wahlsaarländer trotz Engagements in Zürich, war ganz in seinem Element. Er „schrammelte“ mit seinem „Weaner Muaterl“, liebte die Frauen, ob blond, ob braun (Robert Stolz), reüssierte als „Vogelhändler“ (Carl Zeller) und präsentierte sich pfiffig als „Flotter Geist“ aus dem Zigeunerbaron von Johann Strauß. Anna Virovlansky traf den leichten Operettenton für „Mein Herr Marquis“ (Fledermaus von Johann Strauß), wünschte den „Strahlenden Mond“ aus dem Vetter aus Dingsda (Eduard Künneke) herbei und verriet, zusammen mit Schasching „Wer uns getraut“ (Zigeunerbaron).
Im Finale vereinten sich alle Sänger zum lustigen Treiben „Im weißen Rössl“ (Ralf Benatzky), während auf der Liege wiese längst der Sekt perlte und die Bratwürste dufteten. Die eingestreuten Ouvertüren und Polkas aus dem Reich der Operette zeigten das Orchester spielfreudig und dynamisch. Der Wiener Schmäh allerdings steht nicht in den Noten, so richtig fesch können den nur die echten Wiener. Dafür ging dann die Zugabe der Virovlansky, „Argentina“, besonders zu Herzen. Eine Reminiszenz der k.-und-k.-Monarchie rundete mit dem Herzblut der Ungarn „Élyen a Magyar“ den Abend. Wunderkerzen brannten, Festivalstimmung war spürbar. Sie wurde gekrönt durch die gleißenden Wunder des opulenten finalen Feuerwerks.